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Domänenmodell: Objekte und Herkunft

Referenz für die Objekte, die das System führt, und die angebundenen Systeme, aus denen sie stammen. Grundlage für den späteren Screen-Entwurf.

Stand 2026-07-14 · synthetische Beispieldaten (Programm Nord, Familie F-2)

Abschnitt 1

Objekthierarchie

Vier hierarchische Stammobjekte. Sie beschreiben, was geplant wird, von der Baureihe bis zum physischen Prüfobjekt.

PROG
Programm
Entwicklungsprogramm mit fixem Ziel-Termin (Marktstart).
Programm Nord
FAM
Zulassungsfamilie
Varianten, die gemeinsam zertifiziert werden.
Familie F-2
VAR
Variante
Die konkrete zu genehmigende Konfiguration.
Variante AVariante BVariante C
PT
Prüfträger
Physisches Objekt, an dem geprüft wird. Ein Prüfträger kann mehrere Prüfungen, Varianten und Märkte abdecken.
PT-1042PT-0987PT-1105PT-1180

Abschnitt 2

Verfolgte Entität: Genehmigungsvorgang

Das System führt nicht die Stammobjekte selbst, sondern den Genehmigungsvorgang.

Genehmigungsvorgang

= Variante × Zielmarkt

Eine Variante auf dem Weg in einen Zielmarkt, durch das Gate-Relais bis zur Behörden-Systemgenehmigung. Dieselbe Variante in drei Zielmärkten ergibt drei getrennte Vorgänge, jeder mit eigenem Regelwerk, Prüfumfang und Terminlauf.

VorgangZielmarktRegelwerk
Variante B · EUEUWLTP · RDE
Variante B · USUSFMVSS
Variante B · ChinaChinaGB / CCC

Abschnitt 3

Zertifizierungs-Achse je Vorgang

Nicht der zeitliche Ablauf, sondern der inhaltliche Aufbau eines Vorgangs: Der Zielmarkt bestimmt das Regelwerk, dieses die Anforderung, die eine Prüfung verlangt, die einen Nachweis erzeugt.

Zielmarkt
EU · US · China · Japan · Korea
der Markt, in den die Variante soll
Regelwerk
WLTP · RDE · FMVSS · UN R155 / R156
vom Zielmarkt bestimmt
Anforderung
Prüf-Anforderung
aus dem Regelwerk abgeleitet
Prüfung
Prüflauf am Prüfträger
erfüllt die Anforderung
Nachweis
Grundlage der Genehmigung
belegt die Prüfung

Das ist der Aufbau, nicht der Ablauf. Der zeitliche Prozess, das Gate-Relais mit seinen Gates in drei Zonen bis zum Marktstart, ist ein eigenes Modell und wird in der Anwendung dargestellt.

Abschnitt 4

Herkunft der Objekte

Jedes Stammobjekt wird aus einem angebundenen System gelesen. Der Genehmigungsvorgang wird nicht gelesen, sondern in der Steuerungsschicht aus diesen Objekten verknüpft.

ObjektGelesen aus
PROG
Programm · Familie · Variante
Struktur, Varianten, Konfiguration
Technische Daten
PT
Prüfträger
Bestand, Ausstattung, Verfügbarkeit
Prüfträger-Stammdaten
REG
Regelwerk · Anforderung
Prüf-Anforderungen je Zielmarkt
Regulatorik-Feed
TERM
Termin · Kapazität
Prüfstände, Slots, Umrüstungen
Termin- & Kapazitätskalender
NW
Prüfergebnis · Nachweis
Ergebnis eines Prüflaufs
Prüfsysteme nachgelagert, fließt zurück
VORG
Genehmigungsvorgang
Variante × Zielmarkt im Gate-Relais
nicht gelesen · in der Steuerungsschicht verknüpft

Der Genehmigungsvorgang existiert in keinem einzelnen System. Er entsteht in der Steuerungsschicht, die die Objekte verknüpft und den Zustand über das Gate-Relais führt.

Die Genehmigung ist das Ergebnis des Behördenverfahrens, kein gelesenes Objekt. Der Genehmigungsantrag geht nicht von unserem System an die Behörde, sondern über das Genehmigungs-/Dokumentensystem, das die Einreichung übernimmt.

Abschnitt 5

Angebundene Systeme

Rund 20 Umsysteme, hier die für das Objektmodell führenden, getrennt nach Eingang und nachgelagerten Systemen. Alle starten lesend; die Spalte zeigt die Zielrolle und ab welcher Phase Schreibzugriff dazukommt.

SystemRolleZugriffab Phase
Eingang · gelesen
Prüfträger-StammdatenBestand und Verfügbarkeit der PrüfträgerlesendPhase 1
Technische DatenKonstruktion, Varianten- und KonfigurationsstrukturlesendPhase 1
Regulatorik-FeedGesetzliche Anforderungen je ZielmarktlesendPhase 1
Termin- & KapazitätskalenderPrüfstände, Slots, UmrüstungenschreibendPhase 2
Nachgelagert · Ergebnisse und Ausgabe
PrüfsystemePrüfergebnisse fließen zurücklesendPhase 2
Genehmigungs- / DokumentensystemGenehmigungsdokumente; reicht den Antrag bei der Behörde einschreibendPhase 3
ReportingBerichte und AuswertungenAusgabePhase 2

Unser System schreibt nicht direkt an die Behörde. Der Genehmigungsantrag wird über das Genehmigungs-/Dokumentensystem eingereicht, das die Behörden-Schnittstelle besitzt.

Diese Einreichung ist die rote Linie: sie läuft nie autonom, in keiner Ausbaustufe. Der Mensch gibt frei, das Dokumentensystem reicht ein.